server-closures Nov 04, 2026 2 min read Metin2 Toplist
Metin2 DE: Pserver-Sterben im Sommer – drei deutsche Server kündigen Aus an

Drei deutsche Pserver kündigen das Aus an – neue Schließungswelle trifft die Szene

Die deutschsprachige Metin2-Pserver-Szene muss erneut Server verabschieden. Gleich drei deutsche Private Server haben in den vergangenen Tagen ihr bevorstehendes Aus angekündigt. Die Schließungen fallen mitten in den Sommer – eigentlich die Zeit, in der Pserver traditionell mit hohen Spielerzahlen rechnen. Stattdessen herrscht bei vielen Spielern Unsicherheit darüber, wo sie ihre Chars künftig weiterspielen sollen.

Was passiert ist

Die betroffenen Server haben ihre Ankündigungen über ihre Discord-Communities und Foren verbreitet. Offiziell genannt werden wie so oft die üblichen Gründe: schwindende Spielerzahlen, ausbleibende Einnahmen und der hohe Aufwand für Content-Updates. Ein genaues Datum für die Abschaltung wurde nicht überall kommuniziert, die meisten Server dürften aber innerhalb der kommenden Wochen offline gehen. Wer dort noch Items, Won oder Charaktere besitzt, sollte sich zeitnah um eine Sicherung seiner Daten kümmern.

Das Muster ist bekannt: Erst sinkt die Population, dann bleiben die Spenden aus, dann fehlt das Geld für neue Maps, Bosse und Events – und irgendwann zieht der Admin den Stecker. Für die betroffenen Spieler bedeutet das meist, dass alles Erspielte verloren geht.

Ein Muster, das sich wiederholt

Wer die Pserver-Szene länger verfolgt, kennt das Problem. Viele Server starten mit großem Hype, ziehen tausende Spieler an und sterben nach wenigen Monaten wieder. Besonders High-Rate- und PvP-Server haben oft nur eine Lebensdauer von ein bis drei Monaten. Die aktuelle Welle im Sommer trifft allerdings auch Server, die schon länger online waren und als vergleichsweise stabil galten.

Die Gründe sind vielfältig: Der Markt ist übersättigt, die Konkurrenz um Spieler ist hart, und viele Projekte unterschätzen die laufenden Kosten für Server, Entwicklung und Community-Management. Dazu kommt, dass ein Teil der Spieler nach wie vor lieber auf den offiziellen Gameforge-Servern bleibt – trotz aller Kritik an Grind und Item-Shop.

Was das für dich bedeutet

Wenn du auf einem der betroffenen Server spielst, solltest du jetzt handeln. Sichere dir Screenshots deiner Chars und Items, informiere dich in der jeweiligen Discord-Community über mögliche Migrationen und schau dich frühzeitig nach Alternativen um. Viele Spieler wechseln geschlossen auf andere Server – wer den Anschluss nicht verliert, findet oft schnell eine neue Gilde.

Für alle anderen ist die Welle ein guter Moment, um die eigene Serverwahl zu überdenken. Achte bei einem Neustart auf eine aktive Community, transparente Admins und ein nachhaltiges Finanzierungskonzept. Server, die offen über ihre Pläne sprechen und regelmäßig Updates liefern, halten meist länger als die nächste 100x-Rate-Hype-Kiste.

Ausblick

Ob die Schließungswelle damit endet, ist offen. Die Szene hat in den letzten Jahren immer wieder solche Phasen erlebt – und sich jedes Mal neu sortiert. Fest steht: Die Zeiten, in denen gefühlt jeden Dienstag ein neuer Server startete und am Freitag wieder verschwand, sind weitgehend vorbei. Übrig bleiben die Projekte, die ihre Community ernst nehmen. Für die drei deutschen Server heißt es jetzt Abschied nehmen – für den Rest der Szene beginnt die Suche nach dem nächsten Zuhause.

Scroll to top